Behandlung von Sodbrennen

1. Jun 2010 | Von | Rubrik: Behandlungsmethoden, Magen

Sodbrennen wirkt sich meist in Form von unangenehmen, drückenden oder auch schmerzenden Gefühlt vom Oberbauch bis zum Rachenraum aus. Sodbrennen kann viele Ursachen haben. Beim Sodbrennen verursacht durch Magensäure spielt die Speiseröhre eine entscheidende Rolle. Dieses Organ hat die Aufgabe, Nahrung vom Mund in den Magen zu überführen. Hierfür verfügt diese über einen Verschlussmechanismus am Kehlkopf, mit Hilfe die Speiseröhre nach oben verschlossen wird. Auch der Magen ist durch einen solchen Schließmuskel verschlossen. Liegt bei diesem Verschluss eine Störung vor, so kann Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen und dort dieses unangenehme Brennen verursachen. Besonders merklich ist dieses am Morgen. Sodbrennen kann auch durch Nahrungsmittel hervorgerufen werden. Menschen reagieren jeweils verschieden auf bestimmte Lebensmittel. So kann Kaffee, Schokolade und andere Süßigkeiten, Alkohol oder auch Tee und Fruchtsäfte das unangenehme Brennen hervorrufen. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten, ein Magengeschwür oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse können ebenfalls zum Sodbrennen führen.

Gefahren von Sodbrennen
Besteht eine andauernde Störung des Speiseröhrenschließmuskels, muss diese auf jeden Fall behandelt werden. Gastroösophageale Refluxkrankheit, wie dieses ständige Sodbrennen bezeichnet wird, kann die empfindliche Speiseröhre dauerhaft schädigen. Während der Magen mit einer schützenden Schleimhaut vor der aggressiven Magensäure geschützt ist, verfügt die Speiseröhre lediglich über eine empfindliche und dünne Schicht. Die zurückgeflossene Magensäure kann Entzündungen der Speiseröhre auslösen, welche sogar zu einem bösartigen Tumor ausarten können. Bei häufigem Sodbrennen ist also ein Arztbesuch unumgänglich.

Behandlung mit Hausmitteln
Bei sporadischem Sodbrennen helfen kleine Tipps und Tricks aus dem Bereich der Hausmittel. Kurzfristig kann der Verzehr von Haferflocken, Weißbrot oder einem Glas Milch Abhilfe schaffen. Diese Tipps sollen die überschüssige Säure neutralisieren und das Brennen lindern. Am besten ist immer noch Vorbeugen. So können eine erhöhte Schlafposition, gründliches Kauen oder auch kleinere Portionen an Nahrung gegen das lästige Brennen helfen. Sollte das Problem nahrungsbedingt sein, sollte darauf geachtet werden, dass die Speisen gemieden werden.

Medikamentöse Behandlung
Sollten Hausmittel nicht anschlagen, gibt es immer noch verschiedene Präparate aus der Apotheke. Diese sollen schnell und langfristig gegen die überschüssige Magensäure vorgehen. Bei den Medikamenten wird in zwei Gruppen unterschieden. Die einen neutralisieren die Säure im Magen und binden diese zum Beispiel mit Hilfe von Magnesiumcarbonat oder Calciumcarbonat. Die sogenannten H²-Blocker sollen die Säureproduktion im Magen hemmen.


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