Atemtherapie
21. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: BehandlungsmethodenDie Atemtherapie wird in zwei Bereiche unterteilt. Atemtherapie wird zur Selbsterfahrung und zur Selbsthilfe als alternatives Heilverfahren angeboten. Die Anwender gehen davon aus, dass alle Körperfunktionen des Menschen miteinander verbunden sind und intensiv vom Atem beeinflusst werden. Aufgrund dieser These versucht man durch Atmung das Zentralnervensystem und die Bewußtseinsvorgänge des Menschen zu beeinflussen, um so sein Empfindungs- und Gefühlsleben zu verändern. Die Atmung, so die Annahme, reagiert unmittelbar auf psychische und physische Veränderungen. Durch die Atembewegung kann weiterhin Einfluss auf den Blutkreislauf, die Herzfunktion und den Stoffwechsel genommen werden. Diese alternative Form der Atemtherapie wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.
Anders ist dies bei der ärztlichen, klinischen Atemtherapie, die zum Leistungsspektrum der Krankenversicherung gehört. Sie dient beispielsweise der Sekretlösung, dem Abbau atemhemmender Widerstände sowie der Kräftigung der Atemmuskulatur. Die Atemtherapie wird insbesondere zur Behandlung bei obstruktiven Erkrankungen wie chronische Bronchitis und Asthma eingesetzt.
Es gibt unzählige Formen der Atemtherapie, die teilweise auch in der Psychotherapie eingesetzt werden, andererseits aber in den Bereich des Fabelwesens verbannt werden können. Die Vokalatmung beispielsweise erscheint nützlich und wird auch in Europa professionell angewandt. Sie entstammt indischen Yogaübungen und findet heute ihren Einsatz in der Psychotherapie. Das Holotropes Atmen nach Stanislav Grof ist eher ein Hokuspokus Atmen. Es soll angeblich Blockaden öffnen. Das Atmen soll innere Heiler erreichen und für ein höheres Selbst sorgen.
siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Atemtherapie
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