Alkoholsucht Behandlung

29. Aug 2009 | Von | Rubrik: Behandlungsmethoden

Die Verneinung des Lebens hat viele Beweggründe und ebenso viele Gesichter. Eine dürfte die Flucht in eine Sucht sein. Von diesen ist die Alkoholsucht die wohl bekannteste, da es sich bei Alkohol um ein leicht erwerbbares und gesellschaftlich weitgehend akzeptiertes Suchtmittel handelt. Die eigentliche Alkoholsucht, welche diese auch als physische und nicht nur psychische Abhängigkeit klassifiziert, entsteht durch das im Alkohol enthaltene Äthanol. Im Falle einer Alkoholsucht stellt sich natürlich die Frage, wie diese behandelt und erfolgreich bekämpft werden kann.

Die Grundlage, um eine erfolgversprechende Methode zu wählen, ist zunächst die Spezifikation des derzeitigen Zustands des Patienten. Es existieren zahlreiche Grade der Alkoholsucht, wobei es natürlich auch einen schemenhaften Übergang zu dieser im Anfangsstadium gibt.

Bei einem eher anfänglichen Stadium, in welchem das eigene Verhalten noch gesteuert werden kann, sollte eine Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker beigetreten werden. Dies mag klischeehaft und wenig erfolgversprechend klingen. Jedoch zeigen Untersuchungen, dass der Ausstieg alleine sehr selten gelingt und gruppendynamische Prozesse diesen positiv beeinflussen. Ein erfolgreiches Bekämpfen ist, einfach ausgedrückt, in der Gruppe schlicht viel leichter als alleine.

Sollte bereits eine stärkere Abhängigkeit zu verzeichnen sein, so sind vielfältigere Behandlungsmethoden und eine Vergabe von Medikamenten angebracht. Den zentralen Part dieser Therapie bildet dennoch eine psychologische Konfrontation, welche nun aber neben Gruppenarbeit auch Einzeltherapien einschließt. In dieser werden auch die Auswirkungen der Alkoholsucht, beispielsweise die negativen Auswirkungen auf das Familienleben, durch Sozialarbeiter versucht einzudämmen. In den Psychotherapiesitzungen wird der Süchtige offen mit seiner Sucht konfrontiert, ihm aber auch Möglichkeiten geboten, Stütze und Hilfe im Kampf gegen diese zu finden.

Sollte es sich um einen Süchtigen handeln, welcher sich im Endstadium befindet, so ist eine Einweisung in ein Krankenhaus mit einem anschließenden Entzug unumgänglich. Das Endstadium charakterisiert sich durch ein Unvermögen des Süchtigen, weiterhin ein auch nur halbwegs geordnetes Leben zu führen und dem Erstreben eines dauerhaften Rauschzustandes, welcher sowohl kurz als auch langfristig als lebensbedrohlich einzustufen ist. Bei der direkten klinischen Einweisung wird der Patient zunächst ausgenüchtert und sein oftmals instabiler Kreislauf gefestigt. Die folgende Entzugszeit richtet sich nach den psychischen und physischen Fortschritten des Patienten, sollte aber lieber zulange als zu kurz gewählt werden. Auch kommt es hier zum Einsatz zahlreicher Medikamente, welche den Organismus an ein Leben ohne Alkohol gewöhnen sollen. Bei der anschließenden Rückgliederung besteht die große Gefahr einer Rückfälligkeit, weshalb auch hier durch das soziale Umfeld und regel mäßige Sitzungen, beispielsweise bei den Anonymen Alkoholikern, ein Gegenpol gebildet werden sollte.





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