Akupunktur Meridiane

26. Nov 2008 | Von | Rubrik: Akupunktur

Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) versucht als ganzheitliche Medizin den Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei einem Patienten, der sich krank fühlt, besteht aus Sicht der chinesischen Medizin keine Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele.

Chinesische Ärzte vertreten die Auffassung, dass das sogenannte „Qi“ eine energetische Lebenskraft ist, die im gesamten menschlichen Körper fließt. Das Qi benutzt dabei sogenannte Meridiane, die wie ein Flussläufe mit vielen Nebenärmchen und Verästelungen den Körper durchziehen. Es gibt tief liegende oder flach verlaufende Akupunktur Meridiane. Kommt es zu Blockaden in den Meridianen, dann fühlt sich der Mensch krank.

Während der Akupunktur werden an ganz bestimmten Meridianpunkten Nadeln in die Körperoberfläche gesetzt. Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache und wird aus den Worten „acus“ für Nadel und „pungere“ für Stechen zusammengesetzt. Die Originalbezeichnung aus der chinesischen Medizin lautet „Zhen“ und steht ebenfalls für das Nadelstechen.

Die speziellen Akupunkturnadeln können unterschiedlich tief eingesetzt werden und sollen durch die gezielte Stimulation eines oder mehrerer Meridianpunkte energetische Störungen ausgleichen. Das Ziel ist, einzelne Organsysteme entweder anzuregen oder zu dämpfen.

Die Akupunktur Meridiane, oder auch Energiekanäle, sind unterschiedlichen Organsystemen zugeordnet.
Man spricht hier von 12 symmetrisch an beiden Körperseiten verlaufenden Funktionskreisen, die wiederum 6 Yin- und 6 Yang-Organen zugeordnet sind.

Die Yin-Organe sind Speicherorgane und zu ihnen gehören die Lunge, das Herz, das Perikardsystem, die Milz mit der Bauchspeicheldrüse, die Niere und die Leber. Die Yang-Organe sind Hohlorgane. Dazu zählen der Magen, die Blase, die Gallenblase, der Dick- und Dünndarm sowie der Dreifache Erwärmer.

Kommt es also zu einer Fehlfunktion in diesen Organkreisen, so wird versucht, mit Akupunktur Meridiane und somit die den Körper durchströmende Energie positiv zu beeinflussen. Eine Regulation soll erreicht werden. Der Körper soll wieder ins Gleichgewicht kommen. Vereinfacht ausgedrückt spricht man z.B. vom Lebermeridian oder vom Magenmeridian.

Die früheste Beschreibung der Akupunktur Meridiane datiert ungefähr zurück auf das Jahr 200 vor Christus. Es gibt auf den Akupunktur Meridianen ca. 700 verschiedene Akupunkturpunkte.


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