Heilkräuter – das vergessene Wissen
31. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Arznei und Medikamente, Homöopathie, Medizinbedarf und Produkte, NaturheilkundeImmer mehr Unverträglichkeit oder sogar Resistenz des menschlichen Körpers gegen pharmazeutisch erzeugte Heilmittel wie Antibiotika und Co richten das Augenmerk zunehmend auf die Wirkungsweise von pflanzlichen Heilmitteln und Heilkräutern.
Das Wissen um die Wirkungsweise von Heilkräutern basiert auf Erfahrungswerten aus vielen Generationen und ist schon seit mehreren Jahrhunderten Bestandteil unserer Gesellschaft. Schon in der Antike wurden diesbezüglich Aufzeichnungen gemacht, im Mittelalter – meist in Klöstern – weiter gepflegt und ständig ergänzt. Mittlerweile sind diese Erfahrungswerte aus Generationen auch wissenschaftlich erforscht und die Wirkung einzelner Kräuter ist inzwischen auch bewiesen. Selbst die Pharmazie-Industrie nutzt dieses Wissen zur Herstellung von Medikamenten, welche alle Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs haben.
Die Rückbesinnung auf dieses Wissen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Literatur, Kurse, Weiterbildungen und noch einiges mehr sind deutschlandweit erhältlich und weisen auch den Nicht-Mediziner durchaus adäquat in die Nutzung von Heilkräutern ein.
Grundvoraussetzung bei dem Einsatz von Heilkräutern ist die richtige Anwendung. Schon bei der Zubereitung eines Tees aus Heilkräutern kann durch unbedachtes Mischen von verschiedenen Kräutern und zu geringer oder zu langer Zieh-Zeit die Wirkungsweise des einen oder anderen Heilkrautes zunichte gemacht werden.
Was viele Menschen nicht wissen: viele sogenannte Heilkräuter wachsen direkt vor unserer Haustüre. Begibt man sich in die freie, naheliegende Natur, bestenfalls noch von einem Heilkräuterkundigen begleitet, gibt es durchaus viele Pflanzen und Kräuter auf Wiesen und in Wäldern zu finden, die geerntet und zur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten genutzt werden können.
Wer hätte gedacht, dass die Blätter der Brombeere aus dem Wald als Tee-Aufguss Durchfall-Erkrankungen entgegenwirken und die Blätter des Salbeis aus dem heimischen Garten Halsentzündungen heilen. Kümmel, Anissamen und Fenchelsamen reduzieren Blähungen, was besonders für Mütter von Kleinkindern interessant sein dürfte und Baldrian, der auch zahlreich auf deutschen Wiesen zu finden ist, entspannt und sorgt für erholsamen Schlaf.
Wer natürlich die Heilkräuter selbst nicht kennt und auch keine Möglichkeit hat, diese unter kompetenter Führung und Anleitung zu finden, hat natürlich auch die Möglichkeit, in guten Apotheken nachzufragen. Hier steht man dem Interessierten mit Rat und Tat und auch manchmal interessanter Lektüre gerne zur Seite.
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Anis, Baldrian, Blähungen, Fenchel, Halsentzündungen, Heilkräuter, Kräutertee, Kümmel, Naturheilkunde, Naturheilmittel, Salbei
