Fiebersenkende Medikamente
2. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Arznei und MedikamenteBevor man zu fiebersenkenden Medikamenten greift, sollte man sich erst einmal darüber bewusst sein, dass Fieber eine durchaus “gesunde” Reaktion des Körpers ist, um durch die Überhitzung des Körpers die eingedrungenen Krankheitserreger abzutöten bzw. deren Vermehrung zu unterbinden. “Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich heile jede Krankheit” sagte schon Parmenides, ein griechischer Arzt rund 500 Jahre v. Chr., und bis heute versucht die Medizin Infektionskrankheiten mit künstlichem Fieber zu bekämpfen – die Hyperthermie spielt z.B. in der komplementären Krebstherapie eine wichtige Rolle. Erhöhte Temperatur ist also kein Beinbruch, und wenn man dem Körper Ruhe und viel Flüssigkeit gönnt, kann das eine durchaus heilsame Therapie sein.
Allerdings hat Fieber bei Temperaturen über 39 Grad seine Grenzen, vor allem wenn Krämpfe, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen und Gliederschmerzen das Krankheitsbild begleiten und sich der Patient schlecht fühlt und leidet. Dann sollten fiebersenkende Medikamente zum Einsatz kommen, die so genannten Antipyretika. Es gibt eine Reihe an freiverkäuflichen Präparaten, die seit Jahren erprobt sind und meist schnelle Wirkung zeigen, der Apotheker steht mit Rat und Tat zur Seite.
Die bekanntesten Wirkstoffe von fiebersenkenden Medikamenten sind Acetylsalcylsäure oder Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen, auch Metamizol wird von Ärzten verordnet. Diese fiebersenkenden Medikamente gibt es von diversen Herstellern in unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen, sie lindern gleichzeitig auch den Schmerz. Man sollte beim Kauf von fiebersenkenden Medikamenten übrigens darauf achten, dass Monopräparate oft besser verträglich sind als Kombinationspräparate, die mehrere Wirkstoffe beinhalten. Und für Kinder sind fiebersenkende Medikamente als Zäpfchen oder Brausegranulat besser geeignet, denn auf diesem Weg kann die Substanz schnell wirken.
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