Schwangerschaftshormone
4. Aug 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllgemeinesSchwangerschaft und die Geburt neuen Lebens sind die wohl wunderbarsten Prozesse, welche die Natur kennt. Für den reibungslosen Ablauf der neun Monate, in denen ein Kind im Mutterleib heranwächst, sind auch die Schwangerschaftshormone mitverantwortlich. Zu ihnen zählen Östrogene, Gestagene und HCG (Humanes Choriongonadotropin). Während Östrogene vor und nach einer Schwangerschaft hauptsächlich in den Eierstöcken (Ovarien) hergestellt werden, wird mit Beginn der Schwangerschaft ihre Produktion von der Plazenta (Mutterkuchen) übernommen.
Als Schwangerschaftshormone haben Östrogene eine Vielzahl von Aufgaben: Im Verlauf des Zyklus sorgen sie für die verstärkte Bildung eines dünnflüssigen Vaginalsekrets, das ein leichteres Ein- bzw. Vordringen des männlichen Samens in den Uterus ermöglicht. Östrogene erleichtern auch das Eindringen des Samens in die Hülle der weiblichen Eizelle. Sie lassen während des Schwangerschaftsverlaufs die weiblichen Brüste wachsen und bereiten diese auf die Milchbildung vor.
Eine ebenfalls wichtige Funktion als Schwangerschaftshormone haben Gestagene, die vor einer Schwangerschaft im Gelbkörper (Corpus luteum) und während dieser in der Plazenta produziert werden. Das wichtigste Gestagen ist das Progesteron (Gelbkörperhormon), welches die Einnistung des befruchteten Eis in den Uterus ermöglicht, indem es die Uterusschleimhaut für die Eiaufnahme verdickt. Wie die Östrogene ist dieses Schwangerschaftshormon ebenfalls an der Brustvergrößerung und Milchbildung beteiligt.
Schwangerschaftserhaltend wie das Progesteron ist auch das Hormon HCG, welches ausschließlich von der Plazenta in den Blutkreislauf gebracht wird. Durch sein Vorhandensein im Urin ist eine Schwangerschaft bestätigt. Es lockert die Uterusschleimhaut für ein besseres Einnisten der befruchteten Eizelle auf und kurbelt die Bildung von Schwangerschaftshormonen im Gelbkörper an, bis die Plazenta ihre volle Funktionsfähigkeit erlangt hat.
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