Raucherentwöhnung – Nikotinpflaster, eiserner Wille oder doch therapeutisch?!
19. Jan 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllgemeinesDas Rauchen ist allen aufklärerischen Maßnahmen zum Trotz in Deutschland nach wie vor eine Volkskrankheit. Die durch das Rauchen verursachten Schäden sind für die Raucher immens; ebenso sind es die Kosten für das öffentliche Gesundheitssystem. Die medizinische Forschung im Verbund mit der pharmazeutischen Industrie unternimmt daher mit Unterstützung der Bundesregierung erhebliche Anstrengungen, um es Menschen zu erleichtern, mit dem Rauchen aufzuhören.
Eine Raucherentwöhnung bedeutet nicht nur, den Raucher von seiner Nikotinsucht zu befreien. Um dies zu bewirken, kann man sich in der Dosis nach und nach schwächer werdende Nikotinpflaster oder neuerdings auch Inhalierstäbe verabreichen, auch gibt es Zigaretten mit sehr wenig Nikotingehalt, so dass die eigentliche Sucht immer schwächer ausgeprägt sein sollte.
Menschen mit einem ausgeprägten Willen können auch quasi sofort mit dem Rauchen aufhören.
Problematisch ist vor allem die immense Rückfallquote, die sich aus alltäglichen Ritualen ergibt. Die meisten Raucher koppeln ihre Gewohnheit an gewisse Rahmenbedingungen: Nach dem Essen, zum Kaffee, zum Feierabendbier etc. Besonders Tage, an denen viel Alkohol konsumiert und gut und viel gegessen wird, also etwa zum Jahreswechsel, bringen viele Ex-Raucher zurück in ihre Sucht.
Da es keine harmlosen Medikamente gibt, um Menschen dauerhaft in ihren Alltagsgewohnheiten zu beeinflussen, empfiehlt sich für eine erfolgreiche langfristige Raucherentwöhnung daher therapeutische Begleitung etwa in Form von professionell angeleiteten Selbsthilfegruppen, in denen sich der Ex-Raucher mit Gleichgesinnten in ungezwungenem Rahmen austauschen kann.
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