Nikotinwirkung – was die Zigarette mit dem Körper macht…
31. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllgemeinesDie Folgeerkrankungen des Rauchens gehören zu den verbreiteten Zivilisationskrankheiten. Bluthochdruck, Arterienverengung, Krebs und Lungenleiden sind die diagnostizierten Folgeerkrankungen des Rauchens.
Verantwortlich für diese Erkrankungen ist vor allem das in den Tabakwaren enthaltene Nikotin. Neben anderen Wirkstoffen gehört das Nikotin zu den suchterzeugenden Stoffen der Tabakwaren und wird neben Teer und anderen Kohlenstoffverbindungen für viele Krankheitsbilder bei Rauchern verantwortlich gemacht.
Aufgrund seiner speziellen Wirkweise gehört das Nervengift Nikotin zu den am schnellsten süchtig machenden Substanzen überhaupt. Da es die Blut-Hirn-Schwelle fast ungehemmt überwinden kann, hat das Nikotin besonders große Wirksamkeit. Das bedeutet, dass das Nikotin durch das Blut transportiert direkt die Hirntätigkeit beeinflussen kann.
Neben den unerwünschten Wirkungen des Nikotins gibt es auch erwünschte Wirkungen. Nikotin ist ein hochwirksames Nervengift, welches in reiner Form schon in geringen Mengen zum Tode führen kann. Rauchen an sich ist zunächst nicht tödlich, jedoch machen die Nebenwirkungen die Gefahr für Gesundheit und Leben aus.
Nikotin ist in der Lage, wichtige Körperfunktionen zu beeinflussen. Durch die Adrenalinausschüttung wirkt Nikotin stimulierend. Die Herzfrequenz wird erhöht, eine Steigerung des Blutdrucks ist zu beobachten. Längerfristig ziehen sich die Blutgefäße zusammen und das wiederum führt zur schlechteren Durchblutung des Körpers. Hier findet sich eine der wichtigsten Negativfolgen des Rauchens.
Andererseits werden durch das Rauchen angenehme Wirkungen erzeugt, die die Suchtgefahr überproportional erhöhen. Das Nikotin wirkt stimulierend auf das Belohnungszentrum im Gehirn. Dieses wird ansonsten durch positive Erfahrungen stimuliert. Dazu gehören Sex oder aber auch die Nahrungsaufnahme.
Des Weiteren werden beim Nikotingebrauch auch Glückshormone wie Endorphine, Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, was die süchtig machende Nikotinwirkung unterstützt. Die Belohnungszentren im Gehirn gewöhnen sich an die Nikotinzufuhr und suggerieren dem Raucher diese Bedürfnisse.
Daneben führt das Rauchen zu weiteren in der modernen Gesellschaft erwünschten Nebenwirkungen. Dazu zählen die Verringerung des Appetits, eine scheinbare Aufmerksamkeitssteigerung und die Steigerung der Kommunikationsfähigkeit, die vor allem auf die erhöhte Aufmerksamkeit und den eingetretenen Lustgewinn zurückzuführen sind.
Diese angenehmen Wirkungen des Nikotinkonsums stehen jedoch in keinem vernünftigen Verhältnis zu den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens!
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Adrenalin, Bluthochdruck, Dopamin, Drogen, Endorphine, Nikotin, Rauchen, Raucherentwöhnung, Serotonin, Sucht
