Die Wissenschaft des Verliebens – alles nur Hormone?

20. Okt 2011 | Von | Rubrik: Allgemeines

Verlieben fühlt sich für die meisten Menschen gut an. Man ist immer gut gelaunt und strahlt regelrecht. Zumindest dann, wenn die Liebe auch erwidert wird. Ständiger Kontakt zum Partner ist außerordentlich wichtig, man möchte alles über die Person wissen und viel Zeit miteinander verbringen. Doch wie viel Chemie steckt hinter diesem Prozess? Sind es wirklich nur Hormone, die die Menschen in diesen Glückstaumel versetzen?

Die Chemie des Verliebens

Die ersten Sekunden reichen schon, um das Gegenüber abzuschätzen. So schnell entscheidet sich, ob man jemanden als potenziellen Partner in Erwägung zieht. Fällt diese Musterung positiv aus, geht es erst richtig los. Männer finden besonders Frauen attraktiv, die Fruchtbarkeit symbolisieren. Dieses Urmuster ist genetisch festgelegt. Hat eine Frau eine schlanke Taille, eine üppige Oberweite und runde Hüften, ist sie das Sinnbild all dessen, was die Evolution sich für den Mann vorgestellt hat. Frauen achten eher darauf, dass ein Mann groß und stark wirkt. Je männlicher er aussieht und je kantigere Gesichtszüge er aufweist, desto größer ist die Chance, dass er für Nachwuchs sorgen kann. Denn genau das war ja einmal der ursprüngliche Sinn des Verliebens: die Erhaltung der Art.

Passt also das Gegenüber optisch, beginnen die Hormone auf Hochtouren zu arbeiten. Der Botenstoff Dopamin wird vermehrt ausgeschüttet. Dieser ist für das Glücksgefühl verantwortlich. Leidenschaftliche Verliebtheit sorgt außerdem dafür, dass der Botenstoff Serotonin weniger wird. Ein Paradoxum, denn eigentlich gilt gerade dieser Stoff als Glückshormon. Eine genaue Klärung bietet die Wissenschaft dazu noch nicht, doch scheint es dem allgemeinen Glücksgefühl nicht zu schaden.

Innerhalb des ersten Jahres ist auch der Neurotrophin-Wert von Verliebten stark erhöht. Hier wird vermutet, dass die berühmte “rosarote Brille” durch diesen Wert entsteht. Das Hormon Oxytocin hingegen sorgt für eine längerfristige Bindung. Vertrauen entsteht und machen eine Beziehung erst haltbar. Der Testosteronspiegel bei verliebten Männern sinkt etwas, während der Spiegel der Frauen ansteigt. Dies soll bewirken, dass mehr Harmonie entsteht. Auch Adrenalin ist beteiligt. Das Stress-Hormon beschert positiven Stress, Schmetterlinge im Bauch und flatternde Hände.

Liebe und ihre Hormone kennen keine Altersgrenzen ©Kzenon/Fotolia

Liebe und ihre Hormone kennen keine Altersgrenzen © Kzenon/Fotolia

Alles nur Hormone?

Nun sind all diese chemischen Reaktionen nicht von langer Dauer. Nach ein bis zwei Jahren sind alle Werte wieder im normalen Bereich. Denn in diesem Zeitrahmen wäre es im Normalfall zu Nachwuchs gekommen. In unserer heutigen Gesellschaft ist dies aber nicht mehr so maßgeblich. Gerade Singles über 40 haben häufig mit der Nachwuchsfrage längst abgeschlossen. Trotzdem möchten auch sie sich verlieben und einen Partner an ihrer Seite wissen.

Der Rausch des Verliebens ist häufig dem Wunsch gewichen, eine sichere und stabile Partnerschaft zu führen. Zum Glück sind die Menschen heutzutage nicht nur Sklaven ihrer Hormone. Auch wenn man sich zu einem Menschen hingezogen fühlt, kann man einen gewissen Einfluss auf den Verlauf nehmen. Denn wenn die Hormone einen völlig unpassenden Menschen attraktiv finden, ist dies keine gute Basis für eine längerfristige Beziehung. Es reicht dann nur für eine flüchtige Verliebtheit, die, wenn sie nicht forciert wird, schnell wieder erlischt. Ein gebildeter Mensch wird auf Dauer kaum mit jemandem glücklich, der ihn geistig nicht fordert. Wer einen gewissen Wert auf niveauvolle Unterhaltung legt, braucht einen Partner, der mithalten kann. Eine Akademiker Singlebörse hilft Singles, einen Partner mit “Köpfchen” zu finden. Denn auch wenn es ein Sprichwort gibt, welches behauptet, dass Gegensätze sich anziehen, so ist das Gegenteil richtig. Je ähnlicher die Partner sich in Interessen und Bildung sind, desto haltbarer wird die Beziehung. Im Alltag ergeben sich ansonsten zu viele Streitpunkte aufgrund unterschiedlicher Einstellungen.

Wer viele Gemeinsamkeiten hat, stärkt die Beziehung durch gemeinsame Unternehmungen und wächst zusammen. Paare, die lange zusammen sind, verstehen sich häufig ohne Worte. Auch dies ist ein Nebeneffekt, wenn man ähnlich fühlt und denkt. Die Gestik wird perfekt gelesen und die Harmonie solcher Paare ist beeindruckend.


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