Diagnoseverfahren in der Medizin
8. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: AllgemeinesFür die Feststellung einer möglichen Erkrankung sind heutzutage eine Vielzahl unterschiedlicher Diagnoseverfahren möglich. Das wohl meist verwendete Diagnoseverfahren ist der Bluttest, da sich fast jede Erkrankung auf das menschliche Blutbild niederschlägt. In vielen Fällen, wie zum Beispiel Diabetes, ist zudem eine Untersuchung des Urins möglich. Bei Verdacht auf eine Erkrankung des Verdauungstrakts wird oftmals eine Stuhlprobe untersucht oder eine Magen-/Darmspiegelung durchgeführt.
Um den Patienten auf Allergien zu testen, ist ein Atemtest oder ein sogenannter Pricktest möglich, bei dem die Haut angeritzt und geringe Dosen der unterschiedlichen Allergieauslöser auf die offenen Stellen gebracht werden. Bei Verdacht auf einen Pilzbefall wird meist ein Abstrich der Schleimhäute durchgeführt.
Bei organischen Störungen wird eine Diagnose oftmals mittels Ultraschall oder einer Kernspintomographie gestellt. Bei inneren Schäden, wie an Knochen oder Gelenken, ist das Röntgen ein hilfreiches Diagnoseverfahren. Zur Feststellung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird oftmals ein EKG angewendet; beim Verdacht auf Atemwegserkrankungen greifen Ärzte auf einen Lungenfunktionstest zurück.
Ein Diagnoseverfahren in Hinsicht auf Krankheiten der Haut ist eine entnommene Gewebeprobe. Die Liste der aktuellen Diagnoseverfahren ließe sich unendlich fortführen. Auch entwickeln sich Technik und Forschung stetig weiter, so dass fast täglich neue Möglichkeiten der Erkennung von Krankheiten entstehen. So ist es zum Beispiel in naher Zukunft möglich, die Magen-/Darmspiegelung mittels einer Kapsel durchzuführen, in welcher eine Kamera integriert ist. Die Kapsel wird vom Patienten geschluckt und macht während seiner Reise durch den Körper kontinuierlich Bilder des Verdauungstraktes. Schließlich wird die Kapsel auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Auf diesem Wege ist es möglich, dem Patienten die sonst übliche und unangenehme Behandlungsmethode mit Hilfe eines Schlauchs zu ersparen.
Durch die Weiterentwicklung der Diagnoseverfahren wird eine für den Patienten immer schonendere Behandlung möglich, welche für den Arzt im gleichen Zuge qualitativ hochwertigere Ergebnisse in kürzerer Zeit liefern kann.
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