Verhütungsmittel im Überblick – Methoden der Empfängnisverhütung

4. Aug 2011 | Von | Rubrik: Aktuell im Fokus

Früher war eine Empfängnisverhütung nur durch Enthaltsamkeit gewährleistet. Das ist aber nun nicht jedermanns Sache. Nach dem Aufkommen der Kondome im 18. Jahrhundert war eine gezielte Verhinderung einer Schwangerschaft schon möglich, wenngleich die 100%ige Sicherheit damit nicht gewährleistet werden konnte. Mittlerweile gibt es diese Kondome natürlich in bester Qualität aus Kunststoffen oder Latex, auch mit chemischen Präparaten beschichtet, die Spermien abtöten. Aber auch hier gilt, dass sie nicht immer sicher sind, sie können beispielsweise platzen oder verrutschen. Außerdem ist ein Kondom nur eine Methode für den Mann. Und andere Vorsorgen durch das männliche Geschlecht sind derzeit noch nicht auf dem Markt. Immerhin ist ein Kondom aber gut geeignet, damit viele Krankheiten nicht übertragen werden. Beispielsweise sei hier HIV oder Hepatitis C genannt.

Mechanische Verhütungsmittel

Weitere mechanische Verhütungsmittel, allerdings für die Frau, wären Femidom, Diaphragma und Portiokappe. Ein Femidom, bestehend aus einem reißfesten Kunststoff in Form eines Kondoms und wird in die Scheide eingeführt. Es verhindert, wie ein Kondom für den Mann, das Eindringen von Samenzellen und krankhaften Viren. Ein Diaphragma wird in die Scheide eingeführt und ist wie eine Gummikappe. Die Sicherheit nicht schwanger zu werden, ist aber nicht so groß wie bei einem Kondom. Die Portiokappe funktioniert ähnlich wie ein Diaphragma, nur wird die Öffnung genau umgekehrt auf den Muttermund gestülpt. Alle mechanischen Verfahren muss man also erst kurz vor dem Geschlechtsverkehr einführen, was viele als lästig empfinden.

Safe Sex | Verhütungsmittel wie Kondome erlauben Spaß am Sex ohne Reue © Raev Denis / Fotolia

Safe Sex | Verhütungsmittel wie Kondome erlauben Spaß am Sex ohne Reue © Raev Denis / Fotolia

Natürliche Verhütungsmethoden

So halten sich manche Frauen an eine natürliche Verhütungsmethode. Das ist beispielsweise die Temperatur-Methode, Billings-Methode oder auch Knaus-Ogino. Diese Methoden messen die Körpertemperatur der Frau, um den Ovulationszeitpunkt, also den fruchtbaren Zeitraum zu wissen. Eine Befruchtung einer Eizelle kann nur an bestimmten Tagen erfolgen. Das wird dabei berücksichtigt. Bekannt ist auch der Coitus interruptus, also das Herausziehen des männlichen Geschlechtsteils kurz vor dem Samenerguss. Diese Methoden sind sehr unzuverlässig.

Hormonelle Mittel zur Empfängnisverhütung

Deshalb nehmen viele Frauen, die nicht schwanger werden wollen, ein hormonelles Verhütungsmittel. Das sind die derzeit sichersten Mittel. Dabei gibt es die klassische Antibabypille und die Minipille, die Dreimonatsspritze oder auch die Hormonspirale. Alle diese Methoden verhindern mit verschiedenen Hormonen den Eisprung und eine Eireifung, damit wird eine Schwangerschaft fast gänzlich ausgeschlossen. Erwähnt werden sollte vielleicht noch die “Pille danach”.

Die Sicherheit von Verhüterli’s

Zu bedenken gibt es, dass kein Verhütungsmittel 100%ig sicher ist, aber die Pille die beste Methode ist, nicht schwanger zu werden. Auch die Kondome sind heutzutage relativ sicher und sie und das Femidom sind die einzigen Mittel, die vor ansteckenden Krankheiten schützen. Vor einem Geschlechtsverkehr mit einem fremden Partner sollte man also auf Nummer sicher gehen und vielleicht trotz Einnahme von Pille oder einer Spirale zusätzlich ein Kondom verwenden.


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