Kokain schädigt das Nervensystem
28. Aug 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Aktuell im FokusKokain ist ein weißliches Pulver, das aus den Blättern des aus Südamerika stammenden Cocastrauchs gewonnen wird. Oftmals als Droge oder Betäubungsmittel verwendet, war es bis ins Jahr 1903 unter anderem auch wichtiger Bestandteil des Getränks “Coca Cola”. Als jedoch mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit kokainhaltigen Getränken bekannt wurden, wurde es als Bestandteil aus dem Rezept genommen.
Kokain tritt in mehreren Formen als Droge auf. Es kann gespritzt, geschnupft und geraucht werden, je nach der Art des Konsums und der Dosierung verändern sich Intensität und Zeitraum, in dem es wirksam wird. Die Wirkung zeigt sich in einer Verengung der Blutgefäße und einem rauschähnlichen Zustand. Es erfolgt eine Leistungssteigerung, der Konsument verspürt kein Bedürfnis nach Schlaf und das Hungergefühl sowie das Schmerzempfinden werden unterdrückt. Bei einer kontinuierlichen Einnahme können zudem Impotenz und sexuelles Desinteresse entstehen.
Wirkung von Kokain (Koks)
Allgemein lässt sich die Wirkung von Kokain in drei Phasen unterteilen. Zunächst erlebt der Konsument euphorische Rauschzustände, nicht selten begleitet von Halluzinationen. In einem Zeitraum von etwa 30 Minuten bis hin zu einer Stunde klingt diese erste Phase ab und läuft in eine mehr paranoide Stimmung über, auf die schließlich die dritte, meist von Depressionen und Ängsten begleitete Phase folgt, die eine besondere Gefahr darstellt, wenn der Konsument im Rausch versucht, sich etwas anzutun. Auch nachdem sich die Substanz nach etwa sechs Stunden vollständig abgebaut hat, hinterlässt sie das Gefühl von Müdigkeit, Erschöpfung und oftmals seelischer Ausgebranntheit.
Nach Abklingen der Wirkung von Kokain kann die Substanz schon bei einmaligem Konsum noch monatelang im Haar nachgewiesen werden. Kokain erzeugt bei regelmäßigem Konsum eine Abhängigkeit und schädigt langfristig das Nervensystem. Abhängige ziehen sich nicht selten in eine soziale Isolation zurück, leiden unter starkem Gewichtsverlust und Schäden an Herz, Leber oder Lunge. Eine Überdosis Kokain kann tödlich enden. Oft bleibt als einzige Möglichkeit, einen Weg aus der Sucht zu finden, ein Entzug.
Da Kokain unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und als illegale und gefährliche Droge gilt, sind Besitz und Handel von bzw. mit ihm verboten und werden strafrechtlich verfolgt.

Kokain ist eine gefährliche Droge © Driving South / Fotolia
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Betäubungsmittelgesetz, Drogen, Kokain, Rauschmittel
