Burnout-Syndrom | Wissen im Schnellüberblick
17. Aug 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Aktuell im FokusDas Burnout-Syndrom wird im Volksmund oft als „Managerkrankheit“ bezeichnet. Dabei sind keinesfalls nur Manager oder Menschen in Führungspositionen betroffen.
Was ist das Burnout-Syndrom eigentlich?
Es handelt sich beim Burnout-Syndrom nicht um ein klar erkennbares einheitliches Krankheitsbild. Definiert wird es jedoch als Zustand andauernder körperlicher und geistiger Erschöpfung und verringerter Leistungsfähigkeit. Die Betroffenen fühlen sich „ausgebrannt“.
Wie äußert sich das Burnout-Syndrom?
Die Symptome treten schleichend auf und werden daher oft nicht früh genug ernst genommen. Sehr häufig treten Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verspannungen und Magen-Darm-Beschwerden auf. Außerdem können Herzklopfen, Schwindel und Übelkeit im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom auftreten. Psychische Symptome sind vor allem Streßanfälligkeit, Reizbarkeit, verringertes Selbstwertgefühl und starke Unzufriedenheit (vor allem in Bezug auf die berufliche Tätigkeit). Die Symptome sind meist kaum von denen einer Depression zu unterscheiden. Trotzdem handelt es sich beim Burnout nicht um eine Form der Depression sondern um ein eigenständiges Krankheitsbild.
Wer ist gefährdet?
Das Burnout-Syndrom tritt häufig bei Menschen in Führungspositionen auf, aber auch andere Berufsgruppen sind gefährdet. Häufig sind Ärzte und andere „Helferberufe“ betroffen, aber auch immer mehr Menschen in Dienstleistungsberufen, da dort der Leistungsdruck immer weiter zunimmt.
Was kann man tun?
Je nach Ausmaß der Symptome können Entspannungstechniken, aber auch Medikamente wie Antidepressiva oder Schlafmittel die Symptome lindern. Zusätzlich ist meist eine Verhaltenstherapie notwendig. Die Therapieform hängt immer von der Schwere der Erkrankung und den individuellen Lebensumständen ab.
Wie kann man vorbeugen?
Damit es gar nicht erst zum Burnout kommt, sollte man immer auf ein ausgeglichenes Leben achten. Zu viel beruflicher Ehrgeiz kann das Privatleben negativ beeinflussen und letztendlich krank machen.
Außerdem helfen eine gesunde Lebensweise, ein harmonisches Umfeld und regelmässige körperliche Betätigung, Körper und Seele gesund zu halten.
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